Schlagwort: Chronik

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1960

Im Planungsbüro für die Vorplanungen Halle-Neustadts wurde ein Wettbewerb initiiert, der die Gesamtkonzeption für den Bau von 20.000 Wohnungen erschließen sollte. Die beste Lösung kam von der Gruppe Jungblut/Plahnert, die dann vom Leiter des Büros G. Kröber weiterentwickelt wurde.

1961

25. Juli
In der SED Bezirksleitung Halle wird über die Möglichkeit der Errichtung der Chemiearbeiterstadt beraten.

bis 1963
Es erfolgt eine gründliche Untersuchung an 19 verschiedenen Standorten. Zwischen Saale und Passendorf, zwischen Nietleben und dem Stadtwald Heide wurde das Konzept als tragfähig erachtet.

1963

17. September
Das Politbüro der SED beschließt den Bau der Westlichen Neustadt als Chemiearbeiterstadt.

01. Dezember bis 31. März 1964
Es läuft ein Wettbewerb zum Gesamtplan der Stadt, der ausgeschrieben wurde. Im Mai 1964 wurden die Arbeiten ausgestellt. Der Entwurf der Deutschen Bauakademie war für den weiteren Plan ausschlaggebend. Der Wettbewerb war ein Städtebau- und Architekturwettbewerb („Chemiearbeiterstradt Halle-Neustadt“), an dem sich 17 Entwurfskollektive beteiligten.
Für die Umsetzung des Planes der Deutschen Bauakademie wurden von 1964 bis 1973 1,3 Milliarden Mark bewilligt.

13. Dezember
Beginn der Erschließungsarbeiten im I. WK

1964


13. Januar
Der Rat des Bezirkes beschließt eine Grundkonzeption zum Bau der Chemiearbeiterstadt Halle-Neustadt

01. Februar
Das Plattenwerk in der Porphyrstraße zur Fertigung von Betonfertigteilen wird eröffnet. Die Produktion läuft im August an.

07. April
Die Planungen der Chemiearbeiterstadt übernimmt die Gruppe „Städtebau“ unter der Leitung von Chefarchitekt Prof. Dr. Richard Paulick übergeben.

09. April
Eine einheitliche Parteiorganisation für alle Baubetriebe wird gebildet. Werner Zeidel wird zum Sekretär gewählt.

01. Mai
Die Zeitung „die taktstraße“ wird von der Parteiorganisation herausgegeben.

11. Mai
Der Linienbusverkehr wird von Halle nach Halle-West aufgenommen

15. Juli
Der 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Halle, Horst Sindermann, legt den Grundstein für den neuen Wohnbezirk Halle-West.

13. August
Der DDR-Ministerrat bestätigt die Grundkonzeption der Gruppe Städtebau. 1,3 Milliarden Mark der DDR werden zur Verfügung gestellt.

01. September
Im Bauarbeiterzentrum leben in einem komfortablen Wohnlager 2000 Bauarbeiter. Daraus werden später Wohnungen.

9. November
Das erste provisorische Postamt öffnet im Block 451/7 (Eingang 7). Der Tagesstempel hatte die Inschrift „Chemiearbeiterstadt Halle (Saale) West.

1965

01. Januar
Das Wohnungsbaukombinat (WBK) wird für den Aufbau gegründet und als Generalauftragnehmer verpflichtet.

02. Januar
Das Wohnungsbaukombinat montiert die ersten Wohnblocks (Bl. 612) des I. WK. 

Die Gräber des Passendorfer Friedhofs werden auf den neuen Friedhof zwischen Zscherben und Nietleben umgebettet.

01. Februar
Eine „Staatliche Leitungsgruppe“ mit 4 Mitarbeitern unter Führung von Walter Silberborth nimmt ihre kommunalpolitische Leitung von Halle (West) auf. Später wird sie die Stadtverwaltung.

21. April
Eine Delegiertenkonferenz zur „Mobilisierung der Bauschaffenden“ wird durch die Parteiorganisation initiiert.

08. Mai
Die Klubgaststätte und die Kaufhalle im BAZ werden eröffnet.

24. Juni
Der Bezirkstag beschließt 794 ha aus dem Stadtkreis Halle herauszulösen, die sich aus Gebieten von Passendorf, Kröllwitz, Gimritz und Nietleben zusammensetzen.

Juli
Der DDR Ministerrat bestätigt den Generalbebauungsplan Halle-West.

02. August
Um 06:23 Uhr wird der Mischer im Plattenwerk eingeschaltet, es beginnt die Produktion der Platten.

09. August 1965
Die ersten Mieter der Neustadt ziehen in die Wohnungen der Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft „Buna“ im Block 621 (heute Akener Bogen) ein.

01. September
in der 1. Polytechnischen Oberschule im WK I. beginnt der Unterricht.

05. Oktober
Fliegerkosmonaut Alexei Archipowitsch Leonow eröffnet die Kindereinrichtung „Pittiplatsch“

Gründung eines „Beirates für bildende Kunst und Baukunst“, denen ein Vertreter der Burg Giebichenstein, Architekten und Künstler angehörten. Er wurde zum Auftraggeber für die Kunst im öffentlichen Raum, wählte die Künstler aus und plante die Kosten. Die Kunst in Halle war oft nicht politisch, sondern mehr zweckgebunden und dekorativ gestaltet.
(s. Kunst in Halle – Neustadt)

01. Dezember
Eine Verkaufsstelle für Schuh-, Lederwaren undTextilien wird bei der Gaststätte „Drei Lilien“ eröffnet.

Ende des Jahres wohnen 1000 Menschen in 680 Wohnungen.

 

1966

03. April
Die erste Jugendweihe findet in der 1. POS statt.

27. April
Die Arbeitsgemeinschaft „Philatelie“ gründet sich als erste Interessengruppe des Kulturbundes.

02. Mai
Grundsteinlegung der Trainingshalle im BZ (Bildungszentrum

05. August
der erste Wohnbezirksausschuss der Nationalen Front nimmt seine Tätigkeit auf. Vorsitzender ist Dr. Gliem.

01. September
Die 2. POS beginnt mit dem Unterricht

Wettbewerb Zum Thema „Zentraler Platz“. Die Ausgestaltung des Zentrums sollte das „Hochhaus der Chemie“ enthalten, ein Rathaus, eine Stadthalle mit Restaurant, eine Bibliothek, ein Warenhaus und ein Terrassencafé am Graebsee.

06. Oktober
Der erste Bauabschnitt des Versorgungszentrums des WK I wird übergeben. Das gesamte Zentrum steht ab Weihnachten der Bevölkerung zur Nutzung zur Verfügung. das Ambulatorium „Albert Schweitzer“ wird seiner Bestimmung übergeben.

10. November
Walter Ulbricht besucht Halle-Neustadt

Dezember
Block 8 ist der erste Block aus dem neuen Plattenwerk und wird übergeben.

1967

Es findet ein städtebaulicher Wettbewerb zum Zentralen Platz statt. Hier soll ein Warenhaus, ein Kulturzentrum neben einem Hochhaus entstehen.

24. April
Der Bahnverkehr von Halle-West (Zscherbener Straße) nach Buna und Leuna wird aufgenommen. Horst Sindermann gibt den provisorischen Bahnhof frei.

01. Mai
Zum ersten Mal wird der Feiertag auch in Halle-Neustadt begangen.

12. Mai
Der Stadtteil Halle-West wird in Halle-Neustadt umbenannt.

2. Juli
Die Bürger von Halle-Neustadt wählen ihr erstes Stadtparlament. Erster Bürgermeister wird SED-Genosse Walter Silberborth.

14. Juli
Halle-Neustadt erhält das Stadtrecht.

15. Juli
Walter Silberborth wird erster Oberbürgermeister.

01. August
In der der Passendorfer Kirche wird die evangelische Gemeinde gegründet.

30. September
Block 10, der längste Block der DDR 385 m) wird übergeben. Die Bauzeit war 12 Monate. 2500 Bewohner wird er haben, so viel wie in der ganzen Stadt Wörlitz zu jener Zeit.

November
Das erste Baby wird geboren.

13. Dezember
Oberbauleiter Heiner Hinrich übergibt dem Oberbürgermeister das erste Gebäude des Stadtzentrums, die Sport- und Trainingshalle.
Der Minister für Post- und Fernmeldewesen, Rudolph Schulze legt den Grundstein für das Hauptpostamt.

31. Dezember
Im Bildungszentrum wird das erste Gebäude übergeben. Es ist die Sport- und Trainingshalle mit ca. 2400 qm Sportfläche.

Halle Neustadt hat 2810 Wohnungen.

 

1968

Die Magistrale wird eingeweiht. Parallel zur Magistrale soll ein Stadtzentrum enstehen, dessen Vorbild die Stockholmer „Hötorget City“ ist.

06. Januar
Die erste Trauung findet in der HOG „Gastronom“ statt.
Ikarus Gelenkbusse werden für den Linienverkehr eingesetzt.

Februar
Halle-Neustadt pflanzt zwanzigjährige Großbäume an der Thälmannstraße.

18. März
Zweiter Besuch Walter Ulbrichts in Halle Neustadt.
Nach vierjähriger Bauzeit zählt Ha-Neu 24500 Einwohner, mit der Übergabe des Hochhauses 031.

08. April
Die Sonnenblumenpflanzaktion wird veröffentlicht. Initiiert wird sie von Schriftstellern (Bräunin, Gosse, Koplowitz).
Die Abstimmung über die neue Verfassung bringt in Halle-Neustadt „nur“ 90,4 %. Der Republikdurchschnitt lag bei 94,49 %. Damit hatte die Chemiearbeiterstadt das schlechteste Ergebnis DDR-weit.

Mai
Grundsteinlegung für die Schwimmhalle.

1./2. Juni
Halle-Neustadt ist Gastgeber des Arbeiterjugendkongress und der 10. Arbeiterfestspiele der DDR.
Es erscheint dreimal wöchentlich eine Lokalseite für Ha-Neu in der Freiheit, ab 01.01.1969 täglich.

07. Oktober
Am Tag der Republik wird im I. WK der Delta Kindergarten übergeben.

Oktober
Eine Delegation aus Baschkirien pflanzt im Freundschaftshain (II. WK) zwanzig baschkirische Birken.

1. November
Der erste Zug fährt auf einer Direktstrecke bis nach Leuna.

06. Dezember
Der „Basar“ öffnet seine Tore im II. WK.

Dezember
Das Versorgungszentrum des II. WK kann von den Einwohnern genutzt werden.

22. Dezember
Im Kinderdorf sollen neue Kindereinrichtungen mit Platz für 1000 Kinder entstehen. Die Chemiekombinate sollen dies unterstützen.

1969

Der Untergrundbahnhof im Neustadt Stadtzentrum übernimmt den Verkehr. 10 Minuten benötigt man bis Buna, 20 Minuten nach Leuna. Die Linie geht von Halle-Dölau zum Hauptbahnhof


Der Jugenclub „Weiße Rose“ wird in Passendorf gegründet.


01. Januar
Die Kommunale Wohnungsverwaltung für Halle-Neustadt wird gegründet.

19. Februar
35 zwanzigjährige Bäume werden im II. WK in der Ernst Thälmann Straße (heute Richard Paulick Str.) gepflanzt.

01. März
Die SED Kreisleitung bildet sich.
Ein elfgeschossiges Wohnblock wird übergeben. Halle hat nun 24.500 Einwohner.

25. März
Walter Ulbricht kommt zum 3. Mal nach Halle – Neustadt.

März
Übergabe eines elfgeschossigen Wohnblocks an der Magistrale

8. April
Liane Lang wird zur Bürgermeisterin gewählt und tritt die Nachfolge von Walter Silberborth an.

Mai
Gründung des Kinderchores.

Juli – November
Im I. WK werden von den Einwohnern 1000 Bäume gepflanzt.

07. Oktober
Die Stadtinformation wird übergeben (sie ist die Erste im Bezirk Halle).

Oktober
Es finden in Ha-Neu die ersten Betriebsfestspiele der Chemiekombinate Leuna und Buna statt.

27. September
Der S-Bahn Verkehr beginnt auf der Strecke Halle-Dölau bis Halle Hauptbahnhof.

September
Im Kinderdorf wird der zweite Delta-Kindergarten eröffnet.

07. Oktober
Die erste Stadtinformation des Bezirkes Halle wird in Halle-Neustadt übergeben.
Der Kunstpreis wird an das Autorenkollektiv von „Städte machen Leute“, dem Kunsterzieher Hans-Jürgen Mannweiler und Heinz Beberniß für die Skulptur „Völkerfreundschaft“ übergeben.

November
Eröffnung der Schwimmhalle im Bildungszentrum (Wasserfläche 1385 qm)

Beginn der Grundinstandsetzung der Passendorfer Kirche bis 1970. Die evangelische Kirchengemeinde hat 1362 Mitglieder.